Move   Technik  Tips

DURCHHANG

Um den Durchhang Eures Bikes einzustellen  bockt Ihr die Maschine so auf, daß das Hinterrad entlastet ist. Dann  meßt mit einem Zollstock den Abstand zwischen der Oberkante der Hinterachse und einem vorher festgelegten Punkt am Hinterradkotflügel. Dies ist der Wert im unbelastetem Zustand.

Für die Messung im belasteten Zustand nehmt  Ihr die Maschine wieder vom Ständer und setzt Euch mit vollständiger  Crossbekleidung drauf. Dabei sollen die Stiefelspitzen nur leicht den Boden berühren. Nun muß Euch jemand helfen die zweite Messung  durchzuführen. Achtet daruf, daß die Messung an genau den selben  Punkten wie vorher durchgeführt wird.

Der Durchhang ergibt sich nun aus der  Differenz der beiden Messungen. In der Regel liegt der empfohlene Durchhang zwischen 90 und 100 mm (schlagt aber nochmal im Handbuch der Maschine nach).

Zu geringer Durchhang:
Bei zu geringem Durchhang kommt beim starken Beschleuningen aus Kurven mehr Druck auf das Vorderrad und die  Traktion erhöht sich. Beim Abbremsen wird das Heck der Maschine allerdings unruhig und kann auch leichter hochkicken.

Zu hoher Durchhang:
Die Maschine wird beim Abbremsen ruhiger.  Durch Gewichtsverlagerung auf das Vorderrad kann der Druck noch verstärkt werden, allerdings sinkt das Heck beim Beschleuningen  stark ab und wird unruhig.
Wenn der Durchhang zu hoch ist muß die Federvorspannung am Dämpfer erhöht werden, bis der optimale Wert  erreicht wird. Falls der Durchhang zu niedrig muß die Federvorspannung vermindert werden.

Im Sand wird meist mit geringerem Duchhang gefahren als auf hartem Boden. Hier hat man meht Durchhang und die  Zugstufe gelöst . Die Druckstufe ist dabei auf einem mittleren Wert.

 

Luftfilterreinigung

Zur  Reinigung des Luftfilters benötigt Ihr Luftfilterreiniger,  Luftfilteröl, Fett, einen Eimer und Plastikhandschuhe. Demontiert  den Filter und achtet darauf das kein Dreck in die Ansaugöffnung  fällt. Deckt die Öffnung vorsichtshalber mit einem Luftfilterkastendeckel oder einem sauberen Lappen zu.

Zieht  die Handschuhe an, benetzt den ausgebauten Luftfilter mit dem Reiniger und spült ihn dann im Eimer mit warmem Wasser aus. Je nach  dem wie vermutzt der Filter ist müßt ihr diese Prozedur mehrmals wiederholen. Vorsicht! Den Filter nie auswringen, denn das macht den Schaumstoff und die Nähte porös. Nun muß der Filter  vollkommentrocken sein bevor er von innen mit Filteröl getränkt wird. Es ist wichtig, dass der Filter nur von innen benetzt wird,  sonst setzt sich beim Fahren eine luftundruchlässige Schmutzschicht  darauf fest. Drückt den getränken Filter gut aus (nicht wringen!) und laßt das Öl ca. 15 min einziehen, danach fettet Ihr die unteren  Ränder etwas ein und baut ihn wieder ein.

 

 

kalle3g

Kolbenwechsel

Benötigtes Werkzeug: Schraubendreherset, Schraubenschlüsselset, verschiedene Zangen

Bevor Ihr mit der Arbeit am Zylinder anfangt muß zuerst die Sitzbank, die Kühlerverkleidung, der Tank, sowie Krümmer  und Schalldämpfer abgebaut werden. Danach löst Ihr die Ablaßschraube der Kühlflüssigkeit und laßt sie in einen Kunststoff- oder Glasbehälter ab. Nach erfolgter Montage könnt Ihr die  Kühlflüssigkeit wieder verwenden.

Nachdem die Kühlfüssigkeit abgelassen ist werden alle  Kühlflüssigkeitsschläuche, die mit dem Zylinder verbunden sind, demontiert. Anschließend wird der Deckel der Auslaßsteuerung entfernt und der Steuerhebel ausgehängt. Falls der Zylinderkopf mit Halteblechen am Rahmen befestigt ist, demontiert Ihr diese. Dann löst Ihr die Zylinderfußschrauben über Kreuz und dreht sie ganz heraus. Nun könnt Ihr den Zylinder mit leichtem Rütteln nach oben  ziehen, bis der Kolben frei ist. Wenn der Zylinder sehr fest sitzen  sollte könnt Ihr mit einem Gummihammervorsichtig gegen den Zylinderfuß klopfen.

Liegt der Kolben dann frei, ist es sehr wichtig alle Öffnungen mit einem weichen, sauberen Lappen abzudecken (Es könnte sonst passieren, das z. B. der Sicherungsclip hineinfällt und das  wäre ein großes Problem). Enfernt die Sicherungsclips des  Kolbenbolzens mit einer spitzen Zange oder einem dünnen Schraubenzieher. Der Kolbenbolzen läßt sich dann ganz leicht  rausschieben. Wenn der Bolzen heraus ist, läßt sich auch der Kolben abnehmen. Das alte Bolzenlager wird durch ein Neues ersetzt.  Überprüft dabei, ob das Pleuellager eingelaufen ist oder Riefen hat.  Bevor Ihr das neue Kolbenbolzenlager einsetzt müßt Ihr es kurz in  2-Taktöl tauchen. Dann wird der neue Kolbenring von oben über den  neuen Kolben gezogeen und in die Ringnut geschoben. Wichtig ist hierbei, dass die Öffnung des Kolbenrings an der Stelle sitzt, an der sich der Sicherungsstift befindet. Bevor Ihr nun den Kolben  wieder einsetzt solltet Ihr auch Diesen, sowie die Zylinderlaufbahn leicht mit 2-Taktöl einreiben.

Wenn der Kolben jetzt eingebaut ist erneuert Ihr die Zylinderfußdichtung. Nun müßt Ihr den Kolbenring mit einer Hand  leicht zusammendrücken und mit der anderen Hand den Zylinder über  den Kolben schieben. Wenn der Kolben richtig im Zylinder sitzt und sich leicht auf und ab bewegen läßt, werden die Zylinderfußschrauben wieder über Kreuz festgezogen. Für die richtige Technik und das richtige Drehmoment solltet ihr auf jeden Fall noch einmal in Eurem  Handbuch nachschlagen. Anschließend hängt Ihr die Auslaßsteuerung wieder ein und sichert diese mit einem neuen Sicherungsclip. Dann wirde der Deckel mit einer neuen Dichtung wieder montiert. Befestigt die Kühlschläuche wieder und füllt zum Abschluß die Kühlflüssigkeit ein.

 

Der Vergaser

Als erstes baut  ihr die Sitzbank und den Tank Eures Bikes ab, um freien Zugriff zu  haben. Dann löst Ihr die Vergasermaschetten ab und streift die  hintere Gummimanschette vom Vergasergehäuse ab. Nun könnt Ihr den Vergaser ganz leicht aus dem Ansaugtrakt herausziehen. Anschließend schraubt Ihr die obere Abdeckung (in die der Gaszug in den Vergaser führt ab und zieht sie mit dem Gasschieber und der Schwimmernadel  heraus. Laßt den Gasschieber zunächst am Bike hängen.

Löst die Hauptdüse mit einem Ring- oder Steckschlüssel und schraubt sie heraus. Mit einem Schraubenzieher löst Ihr dann vorsichtig die vier Schrauben des Schwimmerkammergehäuses über kreuz und nehmt das Gehäuse ab. Jetzt liegt die Leerlaufdüse frei. Löst diese vorsichtig und schraubt sie heraus. Nun könnt Ihr die Schwimmer sehen. Hier darf nichts klemmen. Überprüft dies, indem Ihr den Schwimmer leicht  hin und her bewegt.

Dreht die  Luftregulierungsschraube ganz herein, um Euch zu merken mit wieviel Umdrehungen die Schraube geöffnet war, dann schraubt Ihr sie ganz  heraus. Jetzt entfernt Ihr den Choke mit dem Startsystem und zieht  ihn nach oben aus dem Vergaser hinaus. Beim manchen Vergasern wird am schwarzen Einstellrad die Leerlaufdrehzahl geregelt, achtet darauf nichts zu verstellen.

Nehmt Euch nun den den Gasschieber, schiebt die Feder nach oben und hängt den Zug aus. Achtet beim Loslassen der Feder darauf, dass keine Kleinteile  herunterfallen. Dann könnt Ihr mit einem Schraubenzieher vorsichtig den Sitz der Düsennadel öffnen und diese von unten nach ober  herausschieben. Am oberen Ende der Düsennadel sind mehrere kleine Nuten eingearbeiten, diese bestimmen die Einhänghöhe der Nadel. Wenn Ihr die Nadeleinstellung verändern wollt müßt Ihr nur den Sicherungsclip herausziehen und die Nadel höher oder tiefer  einhängen.

Zum Schluß reinigt Ihr den Vergaser mit Kontaktreiniger und säubert das ganze noch mit Druckluft. Reibt den Gasschieber leicht mit 2-Taktöl ein  und baut den Vergaser wieder in der richtigen Reihenfolge zusammen.

Achtet bei der Demontage/Montage immer darauf, dass  richtige Werkzeug zu verwenden und arbeitet äußerst vorsichtig. Alle Vergaserteile sind äußerst filigran und dürfen nur sehr vorsichtig angezogen werden.

 

Montage / Demontage der Kupplung

Zur Montage/Demontage Eurer Kupplung benötigt Ihr  folgendes Werkzeug: T-Schrauben-/Steckschlüsselsatz,  Innensechskantschlüssel, eventuell Spezialwerkzeug zum festhalten  des Kupplungskorbes und eine Schieblehre.

Zuerst solltet Ihr das Bike auf die Seite legen, damit Ihr an der Kupplung arbeiten könnt. (Falls Ihr gleichzeitig noch Getriebeöl wechseln wollt, solltet ihr das zuerst  machen)

Löst den Bremshebel, falls erforderlich und danach die Schrauben des Kupplungsdeckels und nehmt ihn ab. Nun löst Ihr mit  einem Schraubenschlüssel die Schrauben, welche die Kupplungsfedern  vorspannen und die Druckplatte festhalten. Keine Sorge, die Federn  sind nicht so stark unter Spannung, das sie Euch um die Ohren fliegen. Nachdem alle Schrauben gelöst sind nehmt Ihr sie mit den  Federn heraus. Danach nehmt Ihr die Andruckplatte heraus. Nun seht  ihr die Reibscheiben und die Stahlscheiben, die Ihr nacheinander ausbaut.

So, nach erfolgtem Ausbau kommt nun die Schieblehre  zum Einsatz. Meßt als Erstes die Länge der Federn und vergleich den  abgelesenen Wert mit dem Eures Handbuches. Falls auch nur 1 Feder zu  kurz ist, solltet Ihr den kompletten Federnsatz wechseln. Dann meßt Ihr die Stärke und das korrekte Maß der Stahl-/Reibscheiben (d. h. achtet darauf, ob die Kanten und Ränder der Reibscheiben nicht brüchig sind oder sonstige Beschädigungen aufweisen). Vergleicht auch die Meßwerte mit denen im Handbuch angegebenen oder fragt auch bei Eurem Händler nach. Verschließene Scheiben sollten natürlich  gewechselt werden.

Wichtig ist auch, dass der Kupplungskorb auf eventuelle Beschädigungen und auf die Abnutzung kontrolliert wird. Wenn der Korb starke Gebrauchsspuren oder tiefe Riefen aufweist sollte er gewechselt werden.Vorsicht: Das Runterschleifen der Riefen ist nur eine  Notlösung und sollte vermieden werden. Durch den größeren Abstand haben die Scheiben mehr Spiel in der Bewegung und schlagen stärker in den Korb ein. Dann kann es passieren, dass sich die hinteren  Scheiben verkanten, teilweise absplittern, schließlich durchbrechen und durchs Getriebe gehen! Da ist ein neuer Korb auf jeden Fall preiswerter!!! Der Kuppungskorb kann allerdings nur mit Spezialwerkzeug oder einem Schlagschrauber gelöst werden.

Wenn alles OK ist könnt Ihr nun die neuen (leicht  geölten) Scheiben einbauen. Achtet auf die Reihenfolge!!! Ganz unten  und ganz oben muß jeweils eine Reibscheibe liegen. Danach legt die die Druckplatte wieder oben auf und setzt die Federn und Schrauben ein. Das Ganze dreht ihr überkreuz wieder fest. Wenn alles fest ist, wird der Kupplungsdeckel mit einer neuen Dichtung (wieder überkreuz) festgeschraubt. Montiert den Bremshebel wieder und stellt das Bike  wieder hin. Kontrolliert den Ölstand oder füllt das neue Öl ein,  wenn ihr es vorher abgelassen habt. Stellt das Kupplungsspiel am Hebel neu ein und überprüft. bevor Ihr losfahrt die Bremsenfunktion.